Ich stelle es mir vor: Ich stehe vor einem iranischen Gericht. Ich werde nicht angehört. Der Richter spricht das Urteil. Die Zelle verwandelt alle Frauen zu Freunden. Mal ist es laut. Dann leise. Manchmal fühle ich Trost. Manchmal bin ich stark und tröste. Manche starren zu sehr. Die Zelle macht aus Freundinnen Feinde.
Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) den Blick auf das ungewisse Schicksal vieler Medienschaffender, die in den vergangenen Monaten aus ihren Heimatländern flüchten mussten.
In einem am 18. Juni veröffentlichten ROG-Bericht schildern Journalisten die Gefahren und Schwierigkeiten nach ihrer Flucht aus der Heimat.
Der Jahresreport 2010 von Amnesty International dokumentiert für das vergangene Jahr neben Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern auch Erfolge für die Opfer. In 111 der Länder werde aber immer noch gefoltert und misshandelt.
Die Mächtigen dieser Welt sind immer weniger bereit zu akzeptieren, dass Recht und Gesetz auch für sie gelten. Diesen Trend kritisiert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) in ihrem jüngsten Jahresbericht über die Lage der Menschenrechte in aller Welt. „Die Regierungen müssen dafür sorgen, dass niemand über dem Gesetz steht“, forderte AI-Generalsekretär Claudio Cordone in Brüssel.
Shirin Ebadi erhält Internationalen Demokratiepreis Bonn 2010
Die iranische Anwältin, Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi erhält in diesem Jahr den Internationalen Demokratiepreis Bonn. Das gab der Vorstand des gleichnamigen Vereins am 5. März 2010 in Bonn bekannt. „Die Jury würdigt mit der Auszeichnung den unerschrockenen Einsatz Ebadis für Rechtsstaatlichkeit und Demokratie im Iran“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Deutsche Welle-Intendant Erik Bettermann. Die Jury habe sich einstimmig für die iranische Friedensnobelpreisträgerin ausgesprochen.